Vorlesungs- und Lehrendenverzeichnis

WiSe 2011

"Die Liebe - eine Himmelsmacht" - Interdisziplinäres Propädeutikum

Jenny Vorpahl, Marie-Luise Raters | Di 12 - 14 Uhr | Raum: 1.08.0.64 | Erste Veranstaltung: 17.10.2011

PULS

Montag 12-14 Uhr, Marie-Luise Raters und Jenny Welke
In Operetten geht die Sache mit der Liebe immer gut aus. Jedes Töpfchen hat sein
Deckelchen, und selbst Verliebte in Berlin finden am Ende noch ihr Gl√ľck. So kitschig solche Inszenierungen auch sein m√∂gen, so treffen sie doch den Kern einer gro√üen Sehnsucht. Die Sehnsucht nach Liebe ist eine anthropologische
Konstante, obwohl die Liebe auch schmerzhaft und enttäuschend sein kann.
Eine der √§ltesten philosophischen Reflexionen findet sich in Platons Dialog Symposion, der die Liebe als Streben nach der verlorenen besseren H√§lfte kennzeichnet. F√ľr Schopenhauer ist die Liebe hingegen nur ein mieser Trick des Willens, die Menschen zur Fortpflanzung zu bewegen. Ein ber√ľhmter biblischer Text ist das Hohelied, bei dem sich dar√ľber streiten l√§sst, ob von der erotisch aufgeladenen Liebe eines Mannes zu einer Frau oder von der Liebe zwischen Gott und seinem auserw√§hlten Volk, bzw. Christus und seiner Kirche als Braut die Rede ist. Weiterhin redet das Heiligkeitsgesetz in der Mitte der Tora u. a. vom Umgang mit Gott und dem N√§chsten, dabei wird geboten: "Du (...) sollst deinen N√§chsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr." (Lev 19,18) Diese zentrale Aussage wurde zum Kristallisationspunkt der christlichen Moral.
Um Aufschluss √ľber das seltsame Ph√§nomen der Liebe zu gewinnen, werden repr√§sentative philosophische und religi√∂se Texte gelesen. Dabei werden grundlegende Methoden und Fragestellungen der Philosphie und Religionswissen-schaft vorgestellt. Die Veranstaltung richtet sich daher v. a. an Studienanf√§nger. Ziel des Kurses ist es, anhand der gew√§hlten Texte exemplarisch die Gemeinsamkeiten und grunds√§tzlichen Unterschiede von religi√∂sem und philosophischem Denken nachzuvollziehen.

Literatur

Siehe moodle

Leistungspunkterwerb

Regelm√§√üige Teilnahme und Lekt√ľre der Texte sind Bedingung. Weitere Leistungsanforderungen werden noch bekanntgegeben.

Studiengänge und Module

LPSWSbenotet
BL LER 2004
  3041 
Grundpositionen philosophischen und religiösen Denkens, Interdisziplinäres Propädeutikum
3
2
ja
BL LER 2011
  1013 
Interdisziplin√§res Prop√§deutikum, Grundmodul Einf√ľhrung LER I (BEI)
4
2
ja
LA LER 2003
  95001 
Grundpositionen philosophischen und religiösen Denkens, Grundstudium: Interdisziplinäres Propädeutikum
2
2
ja

Kontakt

Universität Potsdam
Philosophische Fakultät
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam

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